Die Praxisstipendiaten 2010
 

Marisol Montalvo, Sopranistin
 

Geboren in Long Island. Studiert in New York und am Opernhaus Zürich. Sie gewinnt die Metropolitan Opera Council Auditions und den Philadelphia Concerto Soloist Gesangswettbewerb. Engagements führen Montalvo u.a. an das Opernhaus Zürich, die Opéra National de Paris, das Teatro Real Madrid und das Gran Teatro del Liceu Barcelona sowie zum Glyndebourne Festival. Sie ist bekannt für Interpretationen zeitgenössischer Musik sowie für ihre Verkörperung dramatischer Portraits, darunter vor allem für ihre Darstellung der „Lulu“ an der Deutschen Oper Berlin, am Theater Basel unter der Regie von Calixto Bieito. Im April 2010 singt sie die Hauptrolle in der Uraufführung der Oper MALDOROR von Philipp Maintz bei der „Münchener Biennale“.

Praxisstipendiatin vom 3. Dezember - 23. Dezember

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Stephan Müller und Tanja Wesse, Grafiker 
 

Die Grafiker Stephan Müller & Tanja Wesse sind im Rahmen eines Praxisstipendiums für einige Wochen in der Villa Massimo zu Gast.
Als freischaffende Grafiker und seit 2005 als Müller & Wesse tätig, verstehen sie ihre Arbeit immer wieder aufs Neue als inhaltliche und gestalterische Herausforderung.
Sie visualisieren und gestalten hauptsächlich Publikationen für Kunst - und Kulturbetriebe, für kulturelle Institutionen (Museen, Kunsthallen), genauso wie für Galerien oder Verlage. Beide fühlen sich besonders heimisch in den Bereichen Print, Schriftgestaltung und Webdesign.

Praxisstipendiaten vom 8. Oktober – 30 November 2010

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Anna Viebrock,  Bühnen- und Kostümbildnerin, Regisseurin
 

Geboren 1951, studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie Bühnenbild. Zusammen mit Christoph Marthaler erarbeitete sie zahlreiche Schauspiel- und Operninszenierungen für die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, das Schauspielhaus Hamburg, die Oper Frankfurt, das Theater Basel und das Schauspielhaus Zürich, in dessen Leitungsteam sie bis Sommer 2004 war, wie für die Salzburger Festspiele, 
für Bayreuth (Tristan und Isolde 2005) und die Opéra National de Paris und die Wiener Festwochen (Riesenbutzbach 2009).

Seit 1994 erarbeitete sie mit dem Regieteam Jossi Wieler/Sergio Morabito Operninszenierungen u.a. am Theater Basel, bei den Salzburger Festspielen, der Nederlandse Opera Amsterdam, der San Francisco Opera und vor allem in Stuttgart, wo sie Bühne und Kostüme schuf unter anderem für Alcina, Siegfried, Moses und Aron, Doktor Faust, Norma und Alceste. Mehrfach wurde ihr die Auszeichnung »Bühnenbildnerin des Jahres« zuerkannt. 1997 erhielt sie den Hessischen Kulturpreis. Zusammen mit Christoph Marthaler wurde ihr im selben Jahr der Kortnerpreis und im Jahr 2004 der Berliner Theaterpreis verliehen.
Seit 2002 führt Anna Viebrock selbständig Regie. Sie inszenierte In Vain oder Reproduktion verboten und Geschwister Tanner am Schauspielhaus Zürich, OHNE LEBEN TOD am Hebbeltheater Berlin, Ariane et Barbe-Bleue an der Opéra national de Paris, Bastille und an der Staatsoper Hannover die Uraufführung iOpal von Hans-Joachim Hespos und bei der Münchner Biennale 2008 Arbeit,Nahrung,Wohnung (UA) von Enno Poppe, Libretto Marcel Beyer.

Am Theater Basel entstanden in Zusammenarbeit mit Malte Ubenauf: 69 Arten den Blues zu spielen, Doubleface oder die Innenseite des Mantels und Die Bügelfalte des Himmels hält für immer. Eine Reinigung. Am Schauspiel Köln Der letzte Riesenalk. Ein Diorama und 2010 WOZUWOZUWOZU nach Heinrich Böll. Im Juli 2010 entstand mit Christoph Marthaler am Festival von Avignon im Papstpalast PAPPERLAPAPP. Dort zeigte sie auch ihre Modellausstellung „Miroirs du réel“, die sie unter dem Titel „Arbeitsmodelle“ bereits in Rotterdam, Prag, Madrid, Gent und Brüssel zeigte. www.annaviebrock.de

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Praxisstipendiatin vom 17. August – 3. Oktober 2010 

 

Werner J. Wolff, Notengrafiker
 

Werner J. Wolff wurde 1964 in Landau/Pfalz geboren. Nach einer Ausbildung zum Winzer studierte er klassische Gitarre an der HdK Berlin bei Martin Rennert. Zwei Jahrzehnte lang konzertierte und unterrichtete er. 2001 gründete er mit Andrew Okrzeja www.notengrafik.com, das sich innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden Büros für Notensatz in Europa entwickelte. ngb ist auf zeitgenössische Musik spezialisiert und erstellt im Auftrag internationaler Musikverlage jährlich das Orchestermaterial für rund 20 Uraufführungen, vom Streichquartett bis zur abendfüllenden Oper. Der Beruf des Notengrafikers ist die moderne Variante des einstigen Notenstechers, ergänzt um Aufgaben im Bereich Lektorat und Redaktion.
Hier Qualitätsstandards zu entwickeln und das Berufsbild des Notengrafikers überhaupt verbindlich zu definieren, ist ein besonderes Anliegen Wolffs.
Der Beruf des Notengrafikers ist die moderne Variante des einstigen Notenstechers, ergänzt um Aufgaben im Bereich Lektorat und Redaktion.
Hier Qualitätsstandards zu entwickeln und das Berufsbild des Notengrafikers überhaupt verbindlich zu definieren, ist ein besonderes Anliegen Wolffs.

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Praxisstipendiat vom 20. Juli - 16. August 2010

 

Konstantin Grcic, Desiger
 

Wurde 1965 in München geboren. Er ist ein vielfach ausgezeichneter deutscher Designer, der in zahlreichen Bereichen - vom Möbeldesign bis hin zu Architekturprojekten - tätig ist. Nach einer Ausbildung zum Möbelschreiner studierte er am Royal College of Art in London Industriedesign. Nachfolgend war als Assistent von Jasper Morrison tätig und gründete dann 1991 in München das Designbüro KGID (Konstantin Grcic Industrial Design). Seither entwirft er im Auftrag zahlreicher führender Designfirmen Möbel, Leuchten und Accessoires. 

Grcics Werke sind in internationalen 
Designsammlungen vertreten, so beispielsweise im Centre Georges Pompidou in Paris, dem Museum of Modern Art in New York, dem Design Museum in London. Zudem waren seine Objekte in vielen Einzelausstellungen, beispielsweise im Art Institute of Chicago, im Haus der Kunst in München oder im Museum für Gestaltung in Zürich zu sehen. Designer des Jahres auf der Design Messe in Miami Konstantin Grcic wurde von der Messe Design/Miami der Designer of the Year Award, einer der bedeutendsten Designerpreise, verliehen. In den vergangen Jahren haben Designer wie die Brüder Campana oder Zaha Hadid diesen Titel getragen. Laut Messe Direktorin Wava Carpenter heisst es: „Seine Fähigkeit sich gleichzeitig in verschiedenen Kontexten zu bewegen, ist das Markenzeichen der erfolgreichsten und nachhaltigsten Designer der heutigen Zeit.“

www.designmiami.com  konstantin-grcic.com

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Praxisstipendiat vom 1. Juni bis 19. Juli 2010

 

Dr. Wolfram Gabler, Restaurator 
 

In Museen in Darmstadt, Stuttgart, München und Bern wurde Wolfram Gabler zum Restaurator für Gemälde und Skulpturen ausgebildet.
Er schloss das Studium der Kunstgeschichte, Chemie und Klassischen Archäologie an der Freien Universität Berlin ab und promovierte in Kunstgeschichte. 


Als selbstständiger Restaurator für Moderne und zeitgenössische Kunst ist er in Berlin tätig und Mitherausgeber der Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung (ZKK).

Während seines Praxisstipendiums wird er Farbpigmente aus italienischen Mineralien und Erden nach antiken Verfahren herstellen.

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Praxisstipendiat 07. April - 28. Mai 2010