Die Praxisstipendiaten 2011

Michael Riessler, Jazzklarinettist
 

Michael Riessler wird 1957 in Ulm geboren. Im Jahr 1978 gründet er in Paris das Ensemble musique vivant. Dort tritt er gemeinsam mit verschiedenen Musikern wie z.B. Michel Portal, Diego Masson, Vinko Globokar und Jean-Pierre Drout auf. Die Zusammenarbeit mit anderen herausragenden zeitgenössischen Komponisten wie u.a. Mauricio Kegel, von dem er einige Werke uraufführt, Helmut Lachenmann, Luciano Berio, Karheinz Stockhausen, dessen Werke er 1990 während seiner Solo-Tournee durch die ehemalige Sowjetunion interpretiert, und Wolfgang Rihm zeichnet den Beginn seiner Karriere. Riessler tritt bei zahlreichen internationalen Jazz Festivals auf, darunter das Tokyo Jazz Festival, das JazzFest Berlin, das Havana Jazz Festival, das Jazzfestival Saalfelden in Österreich, das San Francisco Jazz Festival, The Kitchen und Knitting Factory, beide in New York. Er arbeitet außerdem mit Schriftstellern, Tänzern, Filmemachern und Schauspielern zusammen und schreibt Musik für Hörbücher und Soundtracks. Mit dem Symphonieorchester des WDR, den Berliner Philharmonikern, dem Arditti Quartett, dem Ensemble Modern macht er Aufnahmen und beteiligt sich an deren Produktionen. Riessler unterrichtet Jazz, Improvisation und Komposition für Filmmusik auf der ganzen Welt, u.a. auch im Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Seit 2009 ist er Professor für Jazz an der Universität für Musik und Theater in München.

www.michael-riessler.de

Praxisstipendiat vom 5. April bis zum 22. Mai 2011

 

Peter Zizka, Designer

Nach einer Ausbildung zum Restaurator und dem Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, gründet Peter Zizka zusammen mit Olaf Rahlwes die Konzeptkunstgruppe MEMORY. Zwischen 1985 und 1993 hat das Duo zahlreiche Ausstellungen u.a. in den Fisherman’s Studios in London, in der Kunsthalle St. Gallen. 1989 hebt er zusammen mit Achim Heine und Michael Lenz das Designbüro Heine/Lenz/Zizka mit Standorten in Frankfurt und Berlin aus der Taufe. Corporate Designs, Buchproduktionen, Ausstellungstypografien und Websites – immer wieder ausgezeichnet mit nationalen und internationalen Preisen – werden seitdem u.a. für das Städelmuseum, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Leica Camera AG und Impossible realisiert.
Die Bodeninstallation „Das Virtuelle Minenfeld“, eine Arbeit im Grenzgebiet zwischen Kunst und Design, wurde u.a. in der Kunsthalle Rotterdam, dem Hygiene Museum Dresden und 2013 in der Visitors Lobby der Vereinten Nationen in New York ausgestellt. 

2012/13 wurde das Projekt Symbiosis -1,5 Tonnen globale Verwicklung, das sich mit der weltweiten small-arms Problematik auseinandersetzt, im ZKM Museum für Neue Kunst gezeigt.

www.hlz.de

Praxisstipendiat vom 24.Mai – 10.Juli 2011

 

 

Soo-Jin Yim Heil, Tänzerin und Choreografin
 

Die Düsseldorfer Tänzerin und Choreografin
Soo-Jin Yim Heil war vom 25. Juli bis zum 8. September als Praxisstipendiatin in der Villa Massimo.
Soo-Jin Yim Heil, die an der Folkwang Hochschule in Essen Bühnentanz und Kinetographie studierte, arbeitete u.a. mit Choreografinnen wie Pina Bausch und Künstlern wie James Lee Byars zusammen.
Seit 2004 ist sie Mitglied der renommierten Compagnie Manuel Quero.

 

 

Praxisstipendiatin vom 25. Juli - 8.September 2011

 

Jan Kollwitz, Keramiker
 

Jan Kollwitz begann als Jugendlicher eine Karriere als Theater- und Filmschauspieler, wechselte dann aber zur Töpferkunst. Nach einer dreijährigen Lehre im süddeutschen Kandern war Kollwitz zwei Jahre Schüler von Yutaka Nakamura in Echizen in Japan. Der japanische Meister unterrichtete ihn in der Brenntechnik der Anagama-Öfen und in den traditionellen Techniken der Echizen-Keramik. 

Der Urenkel von Käthe Kollwitz betreibt seit 1988 eine Werkstatt in Cismar. Hier baute der Ofenbaumeister Tatsuo Watanabe einen originalen Anagama-Ofen für ihn. Die Keramiken werden unglasiert in den Brennofen eingesetzt und vier Tage lang gebrannt. Die natürliche Glasur auf den Gefäßen entsteht durch das Verschmelzen von Flugasche mit dem Ton. Je nach Standort des Gefäßes im Ofen ergeben sich verschiedene Farben: jede Keramik ist ein Unikat. Kollwitz’ Werk ist tief mit der japanischen Teezeremonie verbunden.
Seit 1990 präsentiert er seine Werke auch auf Ausstellungen und ist in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Zur Fotogalerie

Praxisstipendiat vom 20. September - 11. November

 

Lothar Baumgarten, Bildender Künstler
 

Lothar Baumgarten studierte an der Staatlichen Akademie für bildende Künste Karlsruhe und an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Wichtige Einzelausstellungen fanden u.a. statt im Van Abbemuseum in Eindhoven (1982), Stedelijk Museum Amsterdam (1985), Arc/Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris (1986), Centre Georges Pompidou in Paris (1987), Carnegie Museum of Art in Pittsburgh (1988, 1991), Ivam Valencia (1992), The Renaissance Society in Chicago (1993), Solomon R. Guggenheim Museum in New York (1993), Portikus in Frankfurt am Main (1993), National Museum of Modern Art in Kyoto und Tokyo (1996), Kunsthaus Zürich (1998) Museu Serralves in Porto (2001), Palazzo Querini Stampalia in Venedig (2001), Hamburger Kunsthalle (2001), De Pont in Tilburg (2002), Whitney Museum of American Art in New York (2003), Dallas Museum of Art (2004), Macba Barcelona (2008), Kunsthaus Bregenz (2009), Marian Goodman Gallery New York/Paris (seit 1985), bei Konrad Fischer in Düsseldorf (seit 1972) und in der Galerie Thomas Zander in Köln (2010). Seine Werke waren auf der Documenta V (1972), VII (1982), IX (1992) und X (1997) zu sehen. Baumgarten erhielt zahlreiche Auszeichnungen darunter den Goldenen Löwen auf der Biennale in Venedig (1984). Vom 26.11.2011 bis zum 27.5.2012 zeigte das Museum Folkwang in Essen die Einzelausstellung „Lothar Baumgarten. Abend der Zeit – Seňores Naturales“.

Praxisstipendiat vom 1. Dezember 2011 - 15. Januar 2012