Wiedereröffnung der Villa Massimo


27. Mai 2003

Von Januar 2000 bis Januar 2003 wurde die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo grundlegend renoviert. Im Februar diesen Jahres sind wieder Stipendiaten in die Studios eingezogen.
Die Villa Massimo ist Sitz der Deutschen Akademie Rom seit 1913. Die Villa befindet sich, zusammen mit zehn Künstlerstudios und dem Haus des Direktors, in einem 36.000 qm großen Park, der früher im Besitz des Principe Massimo war (dessen Urahn Maximus, der „Cunctator“) mit seiner legendären Verzögerungstaktik Hannibal besiegte).
Die Akademie wurde von Eduard Arnhold gegründet, die Häuser von ihm gebaut, der Grund von ihm erworben und die Stipendien von ihm bezahlt. Er war der Typ Unternehmer, der als Lehrling begonnen hatte, nach 5 Jahren im Besitz der Firma war und die Ausbeutung der schlesischen Kohlengruben wesentlich in der Hand hatte, in dem er auch auch die Werften für die Kohlentransportschiffe aufbaute. Er war Berlins größter Steuerzahler und unterstützte mit seinem Geld nicht nur den Aufbau der Berliner Nationalgalerie (auch durch den Erwerb der vom Kaiser und vielen anderen verschmähten Impressionisten), sondern auch viele andere künstlerische, aber auch soziale Unternehmungen.
Die Akademie beherbergt für jeweils ein Jahr zehn von den Ländern ausgewählte Künstler, Komponisten, Schriftsteller/Dichter und Architekten, die hier in großzügigen Studios (80 m2; , 9 m Höhe) mit den dazugehörigen Wohnungen leben.
Der Zweck ist es, den Künstlern, deren Alter um die 40 sein sollte und die erste öffentliche Erfolge vorweisen können, ein Jahr der Denkpause, biographischer Erfrischung, ökonomischer Entlastung und künstlerischer Neuorientierung zu ermöglichen. Auf ihre Art ist die Villa Massimo die Institutionalisierung der alten deutschen Italiensehnsucht. Eine weitere Akademie dieser Art hat Deutschland nicht; das Stipendium ist eine der bedeutensten Auszeichnungen Deutschlands für Künstler.
Der Aufenthalt wird begleitet durch jeweils zwei gleichzeitig kürzerfristig anwesende Ehrengäste, die zur Creme des deutschen Geisteslebens gehören oder aber sich durch besondere Erfolge und eine besondere Lebenshaltung auszeichnen (vorstellbar sind so auch Handwerker und aufführende Künstler). Sie arbeiten in der Villa Massimo und stehen im engen Kontakt mit den Stipendiaten. Während ihres Aufenthalts geben sie Konzerte, machen Ausstellungen, Workshops oder Lesungen. Ihr Aufenhalt und ihr Name soll im Besonderen in die römische Öffentlichkeit wirken.
Um die Außenkontakte der Stipendiaten zu fördern, arbeitet die Akademie mit vielen anderen ausländischen Akademien (die ganz wesentlich das Kulturleben Roms ausmachen) und italienischen Institutionen wie Museen und Universitäten zusammen.

Norbert Sachs

Sigrid Penkert

Leni Hoffman, Manuel Franke, Sebastian Claren

Karin Sander

Eike Roswag

Leni Hoffman

Michael Schröder

Isa Melsheimer

Rudi Finsterwalder

Gordon Kampe