Villa Massimo im Martin - Gropius - Bau


20. Februar 2008

Die zweite Nacht der Villa Massimo im Berliner Gropius-Bau liegt hinter uns. Weit über tausend Gäste waren gekommen – toute Berlin – um die Präsentation der Stipendiaten des Jahres 2007 zu sehen. Den Abend eröffnete Till Brönner mit einer paraphrasierten Fanfare von Aaron Copland, danach sprachen Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert, der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Heinrich Haasis, der Direktor der Deutschen Akademie Rom Dr. Joachim Blüher, und die Rede der Stipendiaten hielt dieses Mal Ingo Schulze: Rom – Hundeblicke, 319 Tage „Königsstipendium“ aus der Sicht eines Hundes.
Dreh- und Angelpunkt des Abends war die Installation des Architekten Rudolf Finsterwalder, der in seinen Pavillon aus Holz, Stahl und Frischhaltefolie eine römische Marmorskulptur aus dem Park der Villa Massimo positionierte, die für die große Varusschlacht-Ausstellung 2009 in Haltern vorgesehen ist.
Matthias Weischer zeigte Zeichnungen und Radierungen, die in Rom entstanden waren, Wieka Muthesius neue Architekturprojekte, Carsten Nicolai neben einer großen Installation eine Fotoarbeit zur astronomischen Uhr von Trinità dei Monti, Aurelia Mihai mehrere in Rom entstandene Videoarbeiten und Stefan Mauck neue Holzreliefs, eines davon aus Ostia. Die Schriftsteller Ingo Schulze, Ulf Stolterfoht und Jan Wagner lasen aus ihren jüngsten Werken, die Komponisten Dieter Dolezel und Anton Safronov wurden vom Ensemble unitedberlin mit ebenfalls in Rom entstandenen Kompositionen gespielt. Das Jahr in Italien hatte deutliche Spuren hinterlassen.
Die Präsentation dauerte bis Mitternacht. Danach begann direkt der Abbau – am Morgen war von der Villa Massimo in Berlin nichts mehr zu sehen. Das, was die Römer als “effimero“ bezeichnen, den kurzen, schnellen, theaterhaften Auftritt, der ein Kennzeichen mediterraner Kultur ist, hatte einmal mehr in Berlin Einzug gehalten. Offensichtlich zur Freude aller.

Eva Hertsch, Adam Page

Stefan Sagmeister

Carsten Nicolai

Karin Sander

Michael Schröder

Clemens von Wedemeyer

Claudia Wieser

Göran Gnaudschun

Maix Meyer

Klaus Weber