Matheus Rocha Pitta
Bildender Künstler
* 1980 in Tiradentes (Brasilien), hat in den letzten Jahren viel Zeit damit verbracht, Formen und Wahrnehmungen von Gesten freizulegen, als wären sie Gegenstand einer archäologischen Untersuchung. Mit Fokus auf die Schnittstelle zwischen Alltag und Kunst werden Gesten von ihrem individuellen biografischen Hintergrund losgelöst, in einer rituellen Abfolge angeordnet
und als bewusste historische Handlungen mit politischen und ethischen Implikationen dargestellt. Seine skulpturalen Arbeiten wurden unter anderem auf den Biennalen in São Paulo (2010), Taipeh (2014) und Cuenca (2017), im Hamburger Kunstverein (2020) und in der Neuen Nationalgalerie (2025) ausgestellt. Er ist Stipendiat des Assetto Fellowship 2026 am Warburg Institute in London.